Christian Gottfried Ehrenberg
Christian Gottfried Ehrenberg erblickte am 19. April 1795 als Sohn eines Registrators das Licht der Welt. Anfangs besuchte er die Lateinschule in Delitzsch, im Alter von 14 bis 19 dann die Landesschule Schulpforta. 1815 studierte er Theologie an der Universität in Leipzig, später auch Medizin. Seine Entdeckung von Schimmelpilzen in einem pflanzlichen Organismus bewegte ihn zur Entscheidung, nicht Mediziner, sondern Naturforscher zu werden. 1820 begann eine Expedition nach Ägypten, an der Ehrenberg teilnahm. Nach dieser Expedition wurde er Professor an der Universität, Mitglied an der Akademie der Wissenschaften und begleitete Humboldt auf einer Reise nach Asien im Jahre 1829. Seit 1842 war er ein Vierteljahrhundert hindurch ständiger Sekretär der Akademie der Wissenschaften. Neben den lebenden Mikroorganismen bildeten die fossilen Infusorien, die Reste von Kleinlebewesen früherer Erdperioden, das zweite Arbeitsgebiet, auf dem Ehrenbergs Forschungen bahnbrechend wirkten. Später erblindete Ehrenberg, eine Operation im Jahre 1867 verbesserte seinen Zustand nur unwesentlich. Ehrenberg gehört zu jenen Naturforschern, die "große Wahrheiten verkündet, aber auch Irrtümer gelehrt haben". Sein Verdienst bleibt die Erforschung des kleinsten Lebens auf der Erde. Am 27. Juni 1876 starb Christian Gottfried Ehrenberg.
Adresse
| Straße |
Hallesche Straße |
| Ort |
04509 Delitzsch |
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