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Authausen

Ursprung und Bedeutung des Namens "Authausen" lassen sich heute nicht mehr genau ermitteln. So lässt sich die Entstehung des Namens "Authausen" bis in die Zeit des Thüringerreiches zurückverfolgen (Hermaduren). Ortsnamen auf die Endung "-hausen" entstanden in der Zeit vom 5. bis 8. Jahrhundert. Fränkische Kolonisten gaben der neuen Ansiedlung "Uthusin" oder "Uthausen" den Namen, den die hier ansässigen flämischen Kolonisten ihrer niederdeutschen Mundart entsprechend in Authausen umformten. Trotz der deutschen Sprachform kann der Name "Authausen" sorbenwendischen Ursprungs sein. So bedeutet "Outus" oder "Outucha" soviel wie Hoffnungsdorf.
Nach einer Urkunde aus "REGESTA DIPLOMATIKA NECNON EPISTOLARA HISTORIAE THURINGIAE" vom 29. Oktober 1218 wird der Name "Uthusen" zweimal erwähnt. Hilmar de Uthusen und Johannes de Uthusen haben am Landgedinge des Marktgrafen von Meißen und der Ostmark in Schkölen teilgenommen. Teilnehmer am Landgedinge in Schkölen weisen nach einem Vornamen in der Urkunde einen Ortsnamen aus. So tragen auch Hilmar und Johannes den Beinamen "de Uthusen", also: "von Authausen".
Die Siedlung, der man im Laufe der Geschichte die Namen Uthusin, Uthusen, Uthausen und Authausen gegeben hat, lag nach mündlichen Überlieferungen aus einer verlorengegangenen Chronik ursprünglich im Tal zwischen Pressel und dem heutigen Authausen. Wüstungen, die entstanden sind in den Zeiten der Auseinandersetzungen zwischen Sorben und Deutschen oder in den Wirren der vielen Kriege, die auch in dem Bereich zwischen Saale und Elbe stattgefunden haben, sind uns teilweise mit ihrem Namen erhalten geblieben.
Der Name "Authausen" ist nach der Verwüstung der Siedlung aus dem Tal mit auf die Höhe in den Schutz der Kirche und des Klostergutes an den heutigen Standort der Gemeinde umgezogen. Im 30jährigen Krieg wurde Authausen schwer heimgesucht. Die im Jahre 1625 herrschenden Pest überlebte kein Einwohner der Gemeinde. Durch Neuansiedlung stieg die Einwohnerzahl von Authausen bis zum Jahr 1800 wieder auf 540 Bewohner an. Diese betrieben Viehzucht, Holz- und Bretterhandel bis nach Leipzig. 1870 erfolgte die Auflösung des Freigutes Authausen. Nach dem II. Weltkrieg war zur Belebung der Landwirtschaft die Entwicklung von Genossenschaften vorteilhaft. Die Bauern schafften gemeinsam Technik an, um so effektiver arbeiten zu können. Mit Gründung von Maschinenausleihstationen in den Jahren 1948 - 1950 war das Ende der kleinen landwirtschaftlichen Betriebe vorprogrammiert. 1960 wurde in Authausen die erste LPG gegründet. Bis zur Wende bestanden hier zwei landwirtschaftliche Betriebe (Tier- und Pflanzenproduktion).
Zum 1. Juli 2007 haben die Gemeinden Kossa (mit den Ortschaften Authausen, Durchwehna, Görschlitz und Pressel) und Laußig sich zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Laußig vereinigt. Quelle: www.kossa-sachsen.de
Einwohner 2009 - 485

Adresse

Ort 04849 Authausen
 

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Internet www.laussig.de
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