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Barockschloss Schönwölkau

Christoph Vitzthum von Eckstädt, der mit seiner Reiterschwadron 1683 vor Wien gegen die Türken wacker gestritten und 1685 seinen Abschied genommen hatte, war danach beschäftigt, sein schlichtes Wohnhaus durch das prächtige Schloss Schönwölkau zu ersetzen. Die Schlusssteine zweier Türen tragen die Jahreszahlen 1695 und 1703. Der Baumeister soll ein Italiener gewesen sein.
Der Baustil ist ein schlichtes aber kräftiges Barock, welches auch im Inneren noch keine Spuren von dem später, zärtlich gewundenen Rokoko zeigt.
Das Schloss, von quadratischem Grundriss, besteht aus einem prächtigem dreigeschossigen Mitteltrakt mit bescheideneren Seitenflügeln. Die Fassaden des Südflügels zeichnen sich durch eine stark plastische, beinahe klassisch strenge Gliederung aus. Markant sind die übereinander liegenden Kolossalpilaster im Erdgeschoss, welche sich in den Obergeschossen in Form weiterer Pilaster fortsetzen. Über dem Südportal prägt ein großer Balkon mit steinerner Brüstung das Bild, hinter dem der große Saal des Schlosses liegt.

Südlich des Schlosses finden wir heute einen ausgedehnten Park, in ursprünglich streng geometrischem Stil, mit teilweise sehr alten Baumbeständen. Angelegt wurde er von FRIEDRICH VITZTHUM von ECKSTÄDT (1675-1726).
Er hatte das Schloss noch durch großartige Anpflanzungen verschönert. Herrliche Lindenalleen setzten die steinerne Architektur des Schlosses als grüne Architektur nach Süden fort. Westlich des Schlosses bildeten Teiche, mit den sie umgebenden Baumbeständen, den Rast- und Nistplatz für zahlreiche Nachtigallen.
Aufgrund seiner Entwicklung in den letzten Jahrzehnten hat der Park heute eher den Eindruck eines Landschaftsparkes, der vor allem durch seine langen Lindenalleen sowie wunderschönen Altbäumen geprägt ist.

Häufiger Gast im Schloss Schönwölkau war der Dichter CHRISTIAN FÜRCHTEGOTT GELLERT (1715-1769), dem auch ausführliche Beschrei-
bungen von Schloss und Park zu verdanken sind.

In der DDR-Zeit wurde der Südflügel zu kulturellen Zwecken genutzt. Teile des Schlosses mit den Stallanlagen war der Sitz des Volkseigenen Gutes (VEG) Wölkau. Die Wohnungen der Arbeiter und Angestellten waren im Westflügel und der Orangerie.

Das Barockschloss kann zur Zeit leider nur von außen besichtigt werden. Der äußerlich restaurierte Südflügel ist allerdings jederzeit sehenswert. Darüber hinaus lädt der ausgedehnte Schlosspark zum Spazierengehen ein.

Adresse

Straße Parkstraße 11
Ort 04509 Wölkau
 

Kontakt

E-Mail post@schoenwoelkau.de
Internet www.schoenwoelkau.de
Telefon 0342 95 - 7 92-0
Fax 0342 95 - 7 92 22

Ansprechpartner

Name Gemeindeverwaltung Schönwölkau

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